Skate 3 im Test
Mai 20, 2010 von Randy
19:38 veröffentlicht unter Neuigkeiten, Spieletest, Xbox 360, Xbox 360

Seit 2007 ist EAs SKATE die unangefochtene Nummer 1 in Sachen Skateboard-Simulation – und das zu Recht. Denn schon seit Jahren ist bei Activison und ihrem Schützling Tony Hawk der Ofen aus. 2009 scheiterte dann auch noch das Wireless-Board und trug maßgebend dazu bei, dass SKATE 3 nun allein auf weiter Flur steht. Stellt sich nur die Frage, ob sich aufgrund der fehlenden Konkurrenz der Schlendrian einschleicht.
Los geht’s wie immer mit einem Kurzfilm, in dem die im Spiel vorkommenden Profi- Skater vorgestellt werden. Wer schon die Filme der ersten beiden Teile mochte, wird den neuen lieben, und ohne zu viel zu verraten, es geht um Holz und seine Fäller. Nachdem ihr euch einen Teamnamen ausgedacht und euren Skater oder Skaterin angekleidet habt, so könnt ihr nun erstmalig die Schwierigkeit und den Winkel der Verfolgerkamera einstellen. Danach geht’s zu Coach Frank, und der aufmerksame Fernsehzuschauer wird feststellen, welch verblüffende Ähnlichkeit dieser zu Ex-Pro-Skater und Schauspieler Jason Lee (seines Zeichens Scientologe) hat, welcher auch den Coach in der englischen Originalsprache synchronisiert. Frank bringt euch alles bei, um mit der Flick-it Steuerung umgehen zu können. Wer jetzt nicht weiß, was Flick-it ist, dem sei es hier noch einmal kurz erklärt: Flick-it bedeutet, dass man das Skateboard und seinen Fahrer fast ausschließlich über die beiden Analog-Sticks steuert. Durch Dreh-, Auf- und Abbewegung steuert man die Füße seines Skaters und kann somit fast alles machen, was die Trickkiste hergibt. Wer aber bereits Flicken kann, für den kommt leider kaum etwas Neues rum. Denn es gibt lediglich zwei neue Tricks. Darüber hinweg hilft aber die Tatsache, dass man endlich auch die Spielsprache einstellen kann; denn wer SKATE kennt, wird festgestellt haben, dass die deutsche Sprachausgabe die Ohren hat bluten lassen. Und wo wir gerade im Audio-Bereich sind, auch dieses Mal gibt es einen buntgemischten Soundtrack, welcher aber in Anbetracht der Spieldauer von ungefähr 9-10 Stunden mit nur 46 Songs zwar gut aber ziemlich kurz ist.
Neue Stadt, neues Glück
Statt in San Venelona findet sich der von euch gesteuerte Hauptakteur in neuer Umgebung. Port Carverton heißt das neue Boarderparadies. Wie gewohnt, findet sich dort ein Industriegebiet, ein UNI-Viertel, Wohngebiete, Mega-Ramps … und natürlich jede Menge Skateparks. Was die Hafenstadt aber eigentlich auszeichnet, sind ihre Bewohner. Diese sind nämlich nicht wie in San Venelona ständig mies gelaunt, auf Krawall gebürstet und wollen euch das Leben zur Hölle machen – ganz im Gegenteil. In der Bevölkerung von Port Carverton findet der Boardsport großen Anklang, und wo auch immer man gerade flippt, grabt oder stürzt, die Masse jubelt. Und selbst die allseits unbeliebten Securities sind auf dem Brett unterwegs und zeigen euch die angesagtesten Spots. Leider kann Port Carverton genauso wie seine Vorgänger optisch nicht wirklich überzeugen. Abgesehen von der leichten Schwammigkeit, findet man fast überall 2D Blumenbete, die gerne auch so ausladend sind, dass einem die Augen schmerzen. Sehr zu empfehlen hingegen ist, sich einfach mal ins Wasser zu werfen; das sieht nämlich so aus, als würde man in Götterspeise springen.
Damals Noob, heute Pro
Auch die Story ist eine andere als in den beiden Vorgängern. War man noch in SKATE 1 & 2 ein Anfänger auf dem Brett und boardslidete zum Weltruhm, so ist man in SKATE 3 bereits Profi und in der Szene kein Unbekannter mehr. Vielmehr heißt es nun, sein frisch gegründetes Label zu promoten, ein Profi-Team zu gründen und die Boardverkäufe anzukurbeln; denn mit jeder gemeisterten Challenge verkauft man Bretter, welche wiederum neue Challenges, Charaktere, Merchandise und Teammitglieder freischalten.
Das Team ist die Waffe
EA Black Box hat sich in SKATE 3 verstärkt dem Online-Modus gewidmet. Doch zuvor heißt es erstmal: anmelden bei EA-Nation. Ist das geschafft, findet man neben dem altbewährten Spiel mit- oder gegeneinander, Skate.Feed, einen Kanal, in dem Neuigkeiten gesammelt werden, wie zum Beispiel: was es für neue Downloads gibt und welche Erfolge ein Freund erspielt hat. Außerdem kann man Online-Teams gründen und mit anderen Street-Skate-Gangs um die Wette flippen. Weiter hat man die Möglichkeit, viele der Offline-Herausforderungen auch online zu spielen, was zudem auch noch ein paar mehr Boardverkäufe einbringt. Mit dem Skate Share-Pack, welches sich durch einen Code im Inneren der Spielhülle freischalten lässt, kann man seine Videos, Bilder und Skateparks mit dem Rest der Welt teilen.
Fazit:
Skate 3 hält, was es verspricht, und sowohl Kenner der SKATE-Serie als auch Neueinsteiger werden nicht enttäuscht werden. Obwohl ich mir noch mehr Missionsumfang und ein paar mehr neue Tricks gewünscht hätte, ist SKATE 3 durchaus empfehlenswert, und da der Sommer sowieso bislang auf sich warten lässt eine gute Alternative zum echten Board.

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Ich habs auch und finde das es im Grunde nichts anderses ist als die 1 und 2. Für Fans okay!