Donnerstag, 24. Mai 2012

Resident Evil: The Darkside Chronicles im Test!

Januar 13, 2010 von Randy  
21:40 veröffentlicht unter Neuigkeiten, Nintendo Wii, Nintendo Wii, Spieletest

Seit House of the Dead 2 auf Segas Dreamcast konnte mich kein Railgun-Shooter wirklich mehr beeindrucken. Während mich nun House of The Dead: Overkill und Dead Space: Extraction eines Besseren belehrten, bleibt abzuwarten, was Capcoms neuster Fadenkreuzkiller außer jede Menge Zombies noch auf Lager hat. Anzumerken wäre hier noch, dass, aus was für Gründen auch immer, es dieses Spiel ungeschnitten in den deutschen Verkauf geschafft hat. Da streiten sich die Zombies.
 

Den Wii-Zapper angestöpselt und los geht‘s!
Ähnlich wie in Resident Evil 5 landet Ihr in Südamerika; diesmal allerdings mit Leon S. Kennedy und Jack Krauser auf der Suche nach einer Dame namens Manuela. Moment mal, waren die beiden Jungs in Resi 4 nicht größte Feinde? Ja, so war es. Doch hier sind sie als eher ungleiches Duo von der Partie, um den Untoten den Gar auszumachen!
Schon beim Intro und den ersten Ingame-Sequenzen war ich von der grafischen Pracht mehr als nur beeindruckt. Immerhin ist die kleine Wii ja verschrien, die mieseste Grafikpeitsche unter den gängigen Konsolen zu sein. Ist auch so! Aber dennoch kommen immer wieder mal Titel, die uns das Gegenteil beweisen. Schon Dead Space: Extraction zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht, als sich all die schönen atmosphärisch gestalteten Level vor mir entfalteten.
So macht auch Resi eine wirklich unglaublich schicke Figur und wusste auch all meine Kollegen in der Redaktion zu beeindrucken. Klasse Capcom!  

Die Seuche hat einen Namen… ZOMBIES!
Wie sollte es in einem Resi-Spiel auch anders sein, geht es mal wieder darum, die untoten Kameraden möglichst brachial in das zweite Jenseits zu befördern. Aber Vorsicht!
Während man es in den klassischen Resi-Teilen mit eher dezenten Zombie-Mengen zu tun hat, bekommt Ihr bei Darkside Chronicles so richtig Ärger. Schon nach den ersten paar Spielsekunden geratet Ihr mächtig ins Schwitzen und riskiert mit feuchten Fingern durchaus mal einen unbeabsichtigt gelösten Schuss ins Nirgendwo. Von allen Seiten attackieren Euch fresswütige Tyrants, attraktive Untote, Zähne fletschende Doggen, mutierte Insekten und jede Menge hässlich brutale Monster.
Hilfe… ich will eine Verschnaufpause! Tja, Pech gehabt, denn diese gibt es eher selten bis gar nicht. Fans von Non-Stop-Baller-Action kommen hier hochgradig auf ihre Kosten.
Und immer schön auf die Umgebung achten, denn hier gilt es, Boni zu sammeln. Schießt alles kurz und klein, was sich nicht bewegt! Egal ob Omas Biedermeier-Möbel darunter leiden, Ihr werdet belohnt. Zum Glück bleibt im Vergleich zu Dead Space hier reichlich Zeit, dies zu tun, auch wenn dadurch hin und wieder die Atmosphäre flöten geht. Immerhin könnt Ihr euch dann von der erballerten Kohle coole neue Upgrades für Waffen erbeuten.

Shoot ‘em up
Ich war beeindruckt, wie gut hier das Prinzip der Steuerung funktioniert. Das Fadenkreuz schliert zwar ein wenig, was etwas nervt, aber in keinster Weiße die Steuerung beeinflusst.
Die Kamera, welche die Sicht aus der Ego-Perspektive darstellt, bewegt sich wie bei jedem Rail-Shooter ganz von selbst. Spielt Ihr mit der Kombi Nunchuck und Wiimote, seid Ihr auf der sicheren Seite. Ihr könnt aber auch auf das Nunchuck verzichten; allerdings gestaltet sich dann hier das Wechseln der Waffen über das Steuerkreuz etwas schwierig. Als richtig störend hingegen entwickelte sich im Laufe des Spiels die Wackelkamera.
Hektik, Spannung und Nervosität lassen sich so sicher besser darstellen, aber dies zieht sich hier äußerst penetrant durch das ganze Spiel. Das war wirklich nicht nötig Capcom!
Man gewöhnt sich zwar dran, aber eine perfekte Kameralösung ist das wahrlich nicht.

Weniger beklemmend als erwartet!
Schau ich zurück auf EA‘s Dead Space: Extraction, zieht Resi hier den Kürzeren, was die Atmosphäre angeht. Vielleicht ist auch hier wieder die wackelige Kamera schuld, dass das Gefühl einer beklemmenden Atmosphäre zu sehr strapaziert wird.
Während ich bei Dead Space wirklich manchmal fast von der Couch flog, da Schock-Momente recht unvorhersehbar waren, weiß ich bei Resi in fast jeder Situation, dass es gleich ordentlich krachen wird. Mensch, dabei hat das doch früher so gut geklappt! Erinnert Ihr euch noch an den allerersten Teil der Serie? Bestialische Hunde springen durch die Scheiben eines so unberührten Korridors und generierten in mir einen virtuellen Herzinfarkt! Genau diese Momente fehlen in Darkside Chronicles gänzlich. Leider! Dennoch ist die dichte Atmosphäre nett, und man fühlt sich wie bei Umbrella zu Hause!

Altbekanntes neu verpackt
Mit Leon und Jack metzelt Ihr euch durch die Zombiebrut, die bereits ganze Dörfer und deren umliegende Sumpfgebiete beherrschen. Dabei feuert Ihr ungefähr 15 Millionen Magazine leer und sammelt in ruhigeren Passagen jede Menge Items und Boni ein. Leon entführt Euch währenddessen zurück an altbekannte Schauplätze und knüpft somit geschickt an, Euch Fragen zu beantworten, die in der Vergangenheit aufgeklärt werden. Fans der Serie werden ins Schwärmen geraten, wenn man sich plötzlich in einem Resident Evil 2 oder Code Veronica wiederfindet. Raccoon City, ich liebe es! Und wer jetzt denkt, bereits alles über die böse Umbrella-Organisation zu wissen, der irrt! Man erfährt nämlich noch mehr Details über deren verräterisches Handwerk und bekommt genug Input, welcher sich über 20 Kapitel grandios verteilt. 3 Verschiedene Handlungsstränge warten auf Euch. Hier wird also nicht nur recycelt!!! Im Gegenteil, ich empfinde die Reise in die Vergangenheit mit anknüpfender Jagd auf altbekannte Feinde wie William Birkin mehr als gelungen. Lecker, lecker! Ich würde sagen, als Kenner der Serie bekommt man feuchte Augen, da gewisse emotionale Momente aus alten Teilen einen mit einem völlig überwältigenden Gefühl von Nostalgie… „Ach, das waren noch Zeiten“  überkommen. Immerhin sind seit den ersten Episoden fast 10 Jahre vergangen. Und als Neuling, der noch nie etwas von Resident Evil gehört hat, wird man quasi dazu verdonnert, die alten Teile endlich mal anzupacken. Es lohnt sich!

Sound
Absolut passend zur hektischen und leicht beklemmenden Atmosphäre bekommt Ihr in gewohnt genialer Qualität einen leckeren Soundtrack. Auch Stimmen und Ingame-Sounds wissen wie immer zu beeindrucken. Im Übrigen sind die Dialoge in Resi diesmal sogar richtig gut!

Fazit
Wer Railgun-Shooter mag, sollte sich Resi Darkside Chronicles unbedingt mal anschauen.
Im Vergleich zu Dead Space eher der schwächere Kandidat, dies aber nur in Bezug auf Innovation und Schock-Effekte, weiß es dennoch, den Charme von Resident Evil neu zu beleben. Alles in allem, ein rundum gelungener Shooter in feinster Resident Evil Tradition, der in keiner Sammlung fehlen darf. Packende Action ohne Atempause filmreif inszeniert. Und das Ballern geht einfach von der Hand. So soll es sein! Einziges großes Manko: die zwar authentische, aber doch etwas nervige Dauer-Wackel-Kamera! Jack Krauser würde sagen: „TIME TO KICK SOME ASS!“

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Kommentare zu diesem Thema

2 Responses to “Resident Evil: The Darkside Chronicles im Test!”
  1. MacLovin19 sagt:

    Resi und Dead Space zwei geile Lightgunshooter au der Wii! KAUFEN sag ich!

  2. SideShowMob sagt:

    Mir hat Resident Evil besser gefallen als Dead Space, liegt aber vielleicht auch daran das ich Fan bin ;) Guter Test Jungs!

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