Donnerstag, 24. Mai 2012

NBA Live 10 im Test

November 4, 2009 von Randy  
17:01 veröffentlicht unter Playstation 3, Spieletest, Xbox 360


Als Vermarkter wäre ich dieses Jahr wohl am Überlegen gewesen, NBA Live 10 mit dem Zusatz
“TOTAL INSIDE” zu bestücken.
Mit “Dynamic DNA” und “ESPN on Demand” ist man nämlich direkt mittendrin und up-to-date.
Während die DNA-Geschichte ja schon letztes Jahr im Ansatz zur Verfügung stand, lässt sie nun im Grunde nix mehr offen.

Wer eine Saison spielt und die DNA aktiviert hat, erhält täglich die aktuelle Form aller NBA-Spieler
in’s Wohnzimmer und ist so mit allen Umständen der laufenden Saison konfrontiert.
Mögliche Verletzungsmiseren nicht ausgenommen. Das ganze kann allerdings etwas in Kontrast geraten. So, wenn ihr beispielsweise eine Siegesserie aufbaut aber euer Team im realen Saisonverlauf strauchelt. Die DNA lässt sich jedoch jederzeit deaktivieren und andersrum.
Also, keine Angst vor Hals- und Beinbrüchen.

schicke Präsentation

Während ich mich im also im Menü zu schaffen mache läuft im Hintergrund
ESPN Radio mit der NFL Weekend Show. Und das gefällt mir ausserordentlich.
Wahlweise könnt ihr die aktuellen Geschehnisse der NBA in Wort und Bild abrufen oder Tutorial-Videos von EA Sports betrachten.
Sehr gelungene Elemente welche dem Ganzen noch mehr Live-Atmosphäre und damit das Gefühl Teil des Ganzen zu sein verleihen.

Auch im Menü, wie in der Trainingshalle, stimmt die Chemie.
Der Soundtrack suggeriert was man im allgemeinen mit NBA-Basketball verbindet, egal ob’s gefällt.
Alles hinterlegt mit Fotos der “Grössten des Buissness.”

Neben erwähnter “Dynamic Season” könnt ihr natürlich Trainingsspiele absolvieren. Interessant, es kann der Zeitpunkt gewählt werden aus “Regular Season”, “Playoffs” und “The Finals.” Damit bestimmt ihr das Verhalten des Publikums entsprechend.
“Dynasty Mode” steht genauso zur Verfügung wie die bekannten Online Modi.
Wer will kann abkürzen und direkt in die Playoffs einsteigen.
Neu ist der “Adidas Live Run” welcher bis zu 10 Menschen ein 5 gg. 5 Online-Trouble beschert.
Seht euch vor, daraus wird schnell der berühmte Hühnerhaufen ;) .
Und Prämiere hat die “FIBA-Weltmeisterschaft” mit allen Nationalteams die dazugehören.
Was fehlt ist der beliebte “Be a Pro Mode,” was einige stinkig machen wird. Vor allem auch entscheidend, da NBA2K10 die Adaption beinhaltet.

frisch gebohnert?

Auf dem Court wird klar was sich optisch und atmosphärisch getan hat.
Obwohl die meisten während der Aufwärmphase keine sonderlich gute Figur machen sind sie im Spiel fantastisch animiert.
Die Spieler sehen klasse aus, bis auf die Mimik über die man häufiger lacht als staunt.
Auch schwitzen manche so sehr dass sie dadurch irgendwie plastisch wirken.
Die vorbildlichen Animationen haben Auswirkungen auf den Spielfluss. Der fließt wirklich und sorgt somit für Authentizität. Lediglich im Replay Mode bricht alles wieder ein und lahmt.
Die Zuschauer vermitteln den Eindruck bei der Sache zu sein und machen viel mehr Stimmung als frühere Pappaufsteller.
Während der Playoffs und Finals potenziert sich deren Euphorie nochmals.
Die Menge feuert an oder buht aus, das dezente Quietschen der Sneaker auf dem Parkettboden nervt nicht, Board- und Only Net-Geräusche fehlen ebenso wenig wie der ein oder andere Zwischenruf.
Einzig der Kommentar hinkt gewaltig. Nicht nur dass er sich teilweise in Kürze unfassbar oft wiederholt, auch sind Marv Albert und Steve Kerr einfach oft nicht bei der Sache. Das ist dass was bei NHL10 genau umgekehrt ist und dadurch erheblich zu einem sehr guten Gesamtbild beiträgt.
Ich will aber nicht übertreiben. Das ist ein Punkt der sicher in Zukunft ausgemerzt wird.
Alles in allem ist die Atmosphäre groß.

Spielerisch fällt auf das sich EA Sports deutlich um eine möglichst realistische Darstellung der Sportart Basketball bemüht hat.
Im Vergleich zu vergangenen Versionen bedutet das, NBA Live 10 stellt den bisherigen Höhepunkt der Entwicklung dar.
Endgültig verschwunden sind Punktgewinne in Verbindung mit billigen Tricks. Und was die gegnerische KI betrifft so bleibt wohl für die meisten die ein oder andere Trainingseinheit nicht aus um letztlich dominieren zu können.
Die Passgenauigkeit wurde noch mehr verfeinert und im Gegenzug werden defensiv Räume gut zugestellt was dazu führt dass man gezwungenermaßen einen Plan entwickeln muß um zu punkten.
Das klingt vielleicht kompliziert, bringt aber genau das zum tragen wovon wir immer wieder sprechen: Realismus.
Genau hier, finde ich, heimst die diesjährige Produktion die Lorbeeren ein.
Wer nach schematischen Vorgehensweisen sucht um am Stück zu scoren wird alt aussehen. Vielmehr gilt es die Mitspieler im Auge zu behalten, sie zu positionieren, passende Strategien hinzuzufügen und von jedem das abzuverlangen was er kann.
Treffer von Downtown mit Andris Biedrins sind einfach nicht drin. Das ist Basketball; für “Ball on Fire” haben wir ja NBA JAM.
Interessant ist im Kontext, dass die Steuerung sehr effizient gestaltet wurde ohne auf umfassende Möglichkeiten zu verzichten.
So kann man jederzeit auch Spielzüge bzw. Defensivverhaltensweisen aktivieren oder einen zweiten Spieler in Position bringen ohne sich die Finger zu brechen. Und die Mitspieler setzen entsprechende Anweisungen auch noch hervorragend um.
Das macht das Spiel auch für Einsteiger oder Gelegenheitsspieler relativ schnell erfahrbar.
Das war nicht immer so, ist aber ein deutliches Plus.

Das klingt nach Gold was da glänzt ? Ist es aber nicht nur. Manchmal passieren Dinge die ein wenig verwirren:

tolle Details!

Z.B. wenn der ballführende Spieler zwar optisch im Aus steht, das Spiel aber wird nicht unterbrochen.
Oder ein versuchter Pass zum positionierten Mitspieler erhält plötzlich die Geschwindigkeit eines Kanonenschusses und trifft womöglich ausserhalb des Bildschirms einen Besucher hart.
Einwürfe gegen die Rückseite des Boards, HaHa. Auch dauert es oft unnötig lange bis ein Spieler nach erfolgreichen Abschluss wieder zum Spiel zurückfindet. Da wird gepost obwohl der Gegner schon wieder in Richtung eigenen Korbes unterwegs ist; das ist zwar NBA-Style aber nicht in diesem Maße !
Unklar auch das gegensätzliche Verhalten bei freien Bällen. Einmal hechtet euer Spieler nach dem Ball um ihn irgendwie in mannschaftlichen Besitz zu halten. Dann wieder gibt es Situationen, in denen ihr den Ball stehlt um als nächstes zum Gegenangriff mit wahrscheinlichen Korberfolg zu ziehen, aber der Akteur bricht ab und beginnt zu schlendern.
Das Spielgerät kann leider hinsichtlich physischer Aspekte nicht mit dem Vorbild mithalten und einfache Würfe entpuppen sich zu oft als alles andere als Shure Shots; auch bei sehr sicheren Schützen.
Als letztes scheinen mir offensive Rebounds ein wenig zu kompliziert obwohl man sich in aussichtsreicher Position sieht.
Das mag jetzt, alles geballt, wieder zu sehr nach “Pech Marie” klingen. Aber, nein.

Am Ende ist NBA Live 10 spielerisch, optisch und auch akustisch eine Einheit und macht vor allem Spaß und somit auf mich einen famosen Gesamteindruck. 
Dabei bleibt ein erwähnenswerter Unterschied zwischen PS3 oder Xbox 360 aus.
Live Support via Dynamic DNA und ESPN on Demand schlagen die Brücke zwischen Wohnzimmer und Inside NBA.
Wunderbare Spieleranimationen, klasse Atmosphäre, realistisches Gameplay in Verbindung mit eingängiger Steuerung lassen auch Gelegenheitsspieler Zugang finden ohne die Cracks zu entäuschen.

Damit ist auch völlig egal ob 2k am Ende die Krone aufhat.
EA hat aufrichtig gebastelt und präsentiert eine Basketballsimulation die hält was sie verspricht, da sie in wesentlich mehr Bereichen punktet als dass sie kassiert.

NBA Live 10 ist absolut wertvoll. Sure Shot.

ältere Beiträge:

  1. FIFA 10 im Test
  2. NHL 10 im Test
  3. Uncharted 2 “Among Thieves” im Test
  4. Stoked im Test
  5. Heroes over Europe im Test

Kommentare zu diesem Thema

4 Responses to “NBA Live 10 im Test”
  1. BackFlipper sagt:

    Ist cool, aber geändert hat sich nichts groß zum Vorgänger!
    Finds zu teuer!

  2. Hofmarschall sagt:

    Also, hallo ? Da hat sich schon einiges geändert.
    Ich stimme dem Bericht zu. Cooles Game !!!

  3. CRANK sagt:

    So isses! Allein Grafik ist ein Stück weit aufgepimpt und geil ist die DNA aktivierung. Ständig auf dem laufenden was die Form der Spieler angeht. Nicht zu letzt ist auch das Radio Top! Geiles Game, Toller Test. Ich spreche für Fans dieser Sportart eine Kaufempfehlung aus.

  4. cooler Alfred sagt:

    Absolut TOP !!! NBA2K ? Kenn ich nicht.

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