Das leidige Thema der virtuellen Gewalt
September 29, 2009 von Johannes
18:30 veröffentlicht unter Neuigkeiten
In einem Interview über Gewalt in Videospielen mit Dr. Cheryl Olsen, Forscherin am Center for Mental Health and Media der Harvard Medical School am Massachusetts General Hospital, welches in dem ORF Magazin Futurezone erschienen ist, widerspricht Frau Olsen der gängigen Meinung ihrer Kollegen, dass reale Gewalt ihren Ursprung in Computerspielen hätte. Wichtig ist hier zu erwähnen, dass die Studie von Frau Olsen von einem republikanischen US-Abgeordneten, der das genaue Gegenteil beweisen wollte, finanziert wurde. Als wohltuend empfinde ich ihren Einwurf, dass die meisten Kritiker von Gewaltspielen weder jemals solche gespielt noch großartig jemanden beim spielen zugesehen hätten. Sie schreiben also über etwas, womit sie sich eigentlich gar nicht auskennen.
Natürlich soll dies hier nicht als Freifahrschein für die lieben Kleinen sein, ab jetzt alle möglichen “Killerspiele” zu spielen. Doch ist es eben der falsche Weg immer die “bösen” Spiele für den nächsten Amoklauf verantwortlich zu machen. Die Gründe für Gewalt sind nämlich meist viel tiefgründiger und schwerer zu beschreiben als es manchen lieb ist. Schließlich gibt es die Gewalt nicht erst seit der Erfindung von Pacman.
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